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Sonntag, 12. August 2012

Warum schweigt Israel zum arabischen Frühling?

Quelle: ILI News


Naher Osten - Middle East - POLITIK:
Warum schweigt Israel zum arabischen Frühling? 



Obwohl israelische Medien stündlich und mit vielen Details über die Vorgänge in der arabischen Welt berichten, schweigen israelische Politiker eisern.

Israel wurde vorgeworfen, nicht für die nach Freiheit und Demokratie in Ägypten strebenden Demonstranten Partei ergriffen zu haben und auch nicht der Opposition in Syrien zu helfen.


Das Schweigen erwies sich als goldrichtig - aus israelischer Perspektive. Heute kann Israel mit den islamistischen Wahlsiegern in Kairo kooperieren, weil es nicht eindeutig Partei ergriffen hat für oder gegen Mubarak oder die Demonstranten.

In Syrien sind die Verhältnisse noch undurchsichtiger. Der Staat Israel wird sich notgedrungen auch mit den künftigen Herrschern in Damaskus arrangieren müssen, gleichgültig wer aus dem Machtkampf hervorgeht.


Deshalb kann es sich Israel auch nicht leisten, Menschenrechtsverletzungen in der arabischen Welt anzuprangern, was in der Welt inzwischen eine beliebte Methode ist, politische Feinde zu verunglimpfen, während man bei Freunden oft nicht so genau hinschaut.



Quelle: ILI News
Naher Osten - Middle East - POLITIK 





Freitag, 3. August 2012

Zeitgenössische arabische Literatur



Zeitgenössische arabische Literatur
Inamo - Sonderheft III

Autorinnen und Autoren:
Edwar al-Kharrat, Zakariya Tamer, Huda Barakat, Walid Mi´mari, Miloudi Chaghmoum, Khairy al-Dhahabi, Ahmed al-Aidy, Haytham el-Wardany, Arwa Abduh Uthman, Adania Shibli, Saadallah Wannus, Mahmoud Darwisch, Girgis Shoukry, Saadi Yussef, Adlène Meddi



Die hier versammelten Beiträge sind autonome Stimmen zeitgenössischer arabischsprachiger Autorinnen und Autoren. In ihren Texten drückt sich das Selbstbewusstsein von Menschen aus, die eingebettet in ihren jeweiligen Alltag, den Widersprüchlichkeiten ihrer Gesellschaften mit ihren arabischen, islamischen und globalisierten Identitäten und deren Infragestellungen begegnen.

Die Konfliktlinien, die sich im Leben jeder einzelnen und jedes einzelnen treffen, zwingen Menschen des Nahen und Mittleren Ostens und eben besonders ihre Intellektuellen, sich neu zu positionieren, sich zu artikulieren und zu übersetzen, kurz: sich ihrer selbst zu vergewissern. So erzählen die hier zusammengetragenen Texte von Sehnsüchten und Einsamkeiten, von Brüchen und Kontinuitäten, von Traditionen und von Modernen, von Erinnerungen und Träumen, aber vor allem von einem ungebrochenen Lebensmut angesichts einer desolaten sozialen und politischen Lage in den Staaten des Nahen und Mittleren Ostens.

Wir haben diese Texte als Beispiele einer zeitgenössischen arabischsprachigen Literatur in der Hoffnung ausgewählt, dass sich das deutschsprachige Publikum in ihnen wiedererkennt ohne das Andersartige in ihnen als das Fremde wahrnehmen zu müssen. Das Trennende im Fremden, das »Befremdliche« zu überwinden ist ein Wert an sich; ein Aufeinanderzugehen, ein Miteinanderreden, ein Dialog ist heute dingender denn je!




Palästinenserinnen demonstrieren gegen häusliche Gewalt

Quelle: IN / Arabische Welt | 03.08.2012


Palästinenserinnen demonstrieren gegen häusliche Gewalt
BETHLEHEM (inn)

– Unter dem Motto „Nein zum Frauenmord“ haben Palästinenserinnen im Westjordanland ihren Widerstand gegen häusliche Gewalt bekundet. Um dies zu verdeutlichen, gingen Frauen am Mittwoch und am Donnerstag auf die Straße.


Palästinensische Frauen haben sich öffentlich gegen häusliche Gewalt ausgesprochen.
Palästinensische Frauen haben sich öffentlich gegen häusliche Gewalt ausgesprochen.
Foto: Peter Hagyo-Kovacs / Wikipedia | CC-BY 3.0

Nachdem ein Mann im Dorf Batir bei Bethlehem seine Frau ermordet hatte, organisierte die „Allgemeine Gewerkschaft der palästinensischen Frauen“ als Reaktion auf diese Tat zwei Demonstrationen.

Die protestierenden Frauen verurteilten den Mord als „barbarisch“ und „unmenschlich“. Laut der Nachrichtenagentur „Ma‘an“ kritisierten sie auch die palästinensische Polizei und sagten, dass diese die Klagen wegen häuslicher Gewalt und Misshandlung ignoriert habe. Darüber hinaus riefen die Demonstrantinnen den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas auf, den Mord zu untersuchen.

Zwei Tage nach der Tat fand der erste der Proteste statt. Der 29-jährigen Frau war mitten am Tag der Hals aufgeschlitzt worden. Ihr Mann wurde kurz darauf verhaftet.
Zusätzlich gab es vier weitere Morde im Gazastreifen und der Stadt Tulkarm im Westjordanland, die in den vergangenen zwei Wochen begangen worden sind.
 
Die 15 verschiedenen Frauenverbände, die an der Demonstration teilgenommen haben, wiesen darauf hin, dass diese steigende Gewalt gegen Frauen zum Ende gebracht werden muss. Diesbezüglich fordern sie verschärfte Gesetze, einen respektvolleren Umgang mit Frauen und eine Strafe für diejenigen, die Frauen angreifen.
In Zukunft wollen die Verbände Veranstaltungen organisieren, um die Aufmerksamkeit für Gewalt gegen Frauen zu wecken. Chawla al-Asrak von der „Allgemeinen Gewerkschaft der palästinensischen Frauen“ meint, Palästinenser sollten sich darüber informieren und Verantwortung übernehmen, damit solche Gewalt beendet wird.



Quelle: IN / Arabische Welt | 03.08.2012