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Donnerstag, 9. August 2012
Samstag, 4. August 2012
Türme Babylons
Türme Babylons [Taschenbuch]
Nasrin Amirsedghi (Autor)
Nasrin Amirsedghi (Autor)
Das Resultat der Beiträge von jungen Autorinnen und Autoren steht nun
neben der Qualität und die Pluralität der Textsorten neben der zum
Ausdruck gekommenen kulturellen Vielfalt. mehrsprachige Anthologie
(Deutsch, Englisch & ..)
Amirsedghi floh aus politischen Gründen aus dem Iran. Nach dem
Studium der Romanistik, Literatur und Philosophie und Film im Iran und
Italien studierte sie Islamwissenschaften und Pädagogik in Mainz.
1996
gründete sie den Verein für Kultur und Migration e.V. „Deutschland von
Innen und Außen“ (DIA). Im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2003 gestaltete sie die Kunstaktion „Türme Babylons“ des Mainzer Landesmuseums.
Amirsedghi beschäftigt sich mit dem Thema des interkulturellen Austauschs, dieser solle sich aber „nicht erschöpfen in [...] folkloristischen Aktivitäten“ oder in „gutgemeinten [...] Solidaritätsaktionen“.
Sie sieht in diesem Austausch eine Chance zum gegenseitigen Verständnis und Respekt. Das bedeute aber auch „Mut zur konstruktiven Kritik“, so zum Beispiel an der fehlgeleiteten europäischen Kulturpolitik, die die „uneingeschränkte persönliche Freiheit, Meinungsfreiheit, Freiheit der Presse und Künste“ nicht im erforderlichen Maße verteidige.
Sie sieht in diesem Austausch eine Chance zum gegenseitigen Verständnis und Respekt. Das bedeute aber auch „Mut zur konstruktiven Kritik“, so zum Beispiel an der fehlgeleiteten europäischen Kulturpolitik, die die „uneingeschränkte persönliche Freiheit, Meinungsfreiheit, Freiheit der Presse und Künste“ nicht im erforderlichen Maße verteidige.
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Wie der Iran um 1980 seine Zukunft zerstörte
Quelle: Shahrzad Elghanian, eine News-Foto-Editorin, die an einem Buch über ihren Großvater arbeitet. Los Angeles Times
Wie Iran seine Zukunft zerstörteShahrzad Elghanian
aus dem Englischen von Ardašir Pârse
aus dem Englischen von Ardašir Pârse
Die Hinrichtung von Habib Elghanian
des prominentesten jüdischen Industriellen und Philanthropisten war ein
Wendepunkt für das Land.
Die Hinrichtung meines Großvaters war nicht nur ein persönlicher Verlust, sondern ein Wendepunkt für den Iran. Seine Hinrichtung und die anschließende Flucht von Geschäftsleuten aus dem Iran trugen zum Entgleisen der Chancen des Landes für den Aufbau einer modernen, diversifizierten, exportorientierten Wirtschaft und im Ansatz zu einer Vernachlässigung ihrer wertvollsten Ressource bei: seinen Menschen.
In den Monaten nach Ayatollah Ruhollah Khomeini’s Rückkehr in den Iran am 1. Februar 1979 wurden rund 200 ehemalige hochrangige Mitglieder der Schah-Sicherheitskräfte, des Militärs und der Regierung getötet, viele davon, die mit dem Schah-Regime verbunden waren.
Mein Großvater war der erste Unternehmer der exekutiert wurde. Bei einem Schauprozess, der nicht länger als 20 Minuten dauerte, wurde er fälschlicherweise als, ein “zionistischer Spion” und als ein “Verderbenstifter auf Erden“ beschuldigt.
Die Verbrechen meines Großvaters waren für den Staatsanwalt, der Transfer finanzieller Mittel an Israel und Treffen mit israelischen Politikern, wenn sie in den Iran reisten, oder wenn er nach Israel gereist war – oder der Handel mit Führern der jüdischen Diaspora.
Er war der Führer von 80.000 – 100.000 iranischen Juden in den 1960er und 1970er Jahren, als Iran und Israel friedlich einander gesinnt waren, wenn auch die Beziehungen unter dem Schah nicht immer herzlich waren.
Nicht erwähnt wurde, wie hart er gearbeitet hatte, um Partnerschaften mit muslimischen und armenischen Geschäftsleuten zu fördern, wie er Krankenhäuser saniert hatte – darunter auch eines, in dem verletzte Revolutionäre behandelt wurden – und er hatte Wohltätigkeitsorganisationen für arme Schulkinder und ältere Menschen finanziert.
Es spiele keine Rolle, dass, als Mitglieder der Elite mit ihrem Geld aus dem Land flohen, mein Großvater in den Iran von einem kurzen Besuch in den USA und Israel im November 1978 zurückkehrte.
“Ich habe nichts Unrechtes getan, ich gehe nach Hause”, sagte er. Der Staatsanwalt aber konzentrierte sich stattdessen auf seine Verbindungen nach Israel und stellte fest, dass er “ein Freund des Gottes der Feinde und ein Feind der Freunde Gottes” sei.
Seit 30 Jahren spielte die Familie eine Vorreiterrolle in Irans Modernisierung und Industrialisierung, dem Bau der ersten Hochhäuser und Shopping-Arkaden in Iran. Eine Aluminium-Fabrik die Hausratsgeräte, einschließlich Kühlschränke produzierte und eine Kunststoff-Fabrik die erstmals in Iran einfache Konsumgüter in Massenproduktion hergestellt hatte. In den frühen 1970er Jahren, wurden mein Großvater und andere Industrielle, die der iranischen Handelskammer angehörten, nach China eingeladen, den Grundstein für den Handel zwischen beiden Nationen zu legen.
China wurde Irans größter Handelspartner,
aber im Durchschnitt sind heute 80% der Iran-Exporte nach China Öl, und
nicht hergestellte Waren. Heute ist es das “Made in China”-Label, das
global allgegenwärtig ist.
Unabhängig davon, ob das iranische Atomprogramm dazu dient, eine Bombe zu bauen, Kernenergie zu schaffen oder Irans Einfluss im Nahen Osten zu erweitern, hat das Land seine eigenen Interessen durch die Konzentration auf diesen Sektor sabotiert und sie lassen wenig Gelegenheit für die Diversifizierung der Wirtschaft.
Eine neue Generation von Iranern, sucht eifrig nach Möglichkeiten diese zu schaffen und zu formen, ihre Zukunft, schreit nach politischen, bürgerlichen und wirtschaftlichen Freiheiten.
Mehr als 20% der Iraner sind jünger als 24 Jahre alt und sind arbeitslos. Ohne Aussicht auf neue Arbeitsplätze im privaten Sektor, durch Innovationen und Investitionen neue Möglichkeiten für den Handel zu eröffnen.
Lesen Sie den ganzen Artikel HIER!
Quelle: Shahrzad Elghanian, eine News-Foto-Editorin, die an einem Buch über ihren Großvater arbeitet. Los Angeles Timesaus dem Englischen von Ardašir Pârse / Parse und Parse
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Montag, 9. Juli 2012
Kommen sich Ägypten und der Iran näher?
Quelle: IH online
Naher Osten - Middle East - POLITIK:
Kommen sich Ägypten und der Iran näher?
Ali Akbar Salehi, Teherans Außenminister, gab bekannt, der Iran sei gewillt, die wechselseitigen Beziehungen zu Ägypten aufzubauen, die Botschaften wieder zu eröffnen und die Botschafter auszutauschen.
Die Islamische Republik löste die formellen Beziehungen mit Ägypten, nachdem Kairo 1979 den Friedensvertrag mit Jerusalem besiegelte.
Der Iran störte sich auch an der Entscheidung Ägyptens, dem entmachteten Schah politisches Asyl zu gewähren.
Auch Kairos Unterstützung für Saddam Hussein während des Irakkrieges, als Ägypten geschätzte fünf Milliarden US-Dollar (umgerechnet über vier Milliarden Euro) sowie Panzer, Sowjetische Scud-B-Raketen und anderer Munition sponsorte.
Die Tatsache, dass Ägypten Hilfe aus den USA bekam (jährlich schätzungsweise zwei Milliarden US-Dollar) hat die Spannungen noch verstärkt. Iranische Beamte betitelten Ägypten wiederholt als „Marionette des Westens“.
Das Mubarak Regime hat das Nuklearprogramm des Irans lange mit Misstrauen betrachtet, sowie auch die Unterstützung verschiedener terroristischer Organisationen (wie Hamas und Hisbollah), die die Sicherheit in der Region gefährden.
Ägypten, Zentrum der sunnitisch-islamischen Lehre (Al-Azhar-Moschee und Universität), sieht sich selbst als den Anführer der muslimischen Welt - ein Status, den der schiitisch-dominierte Iran zu schwächen versucht.
Nun scheint es, als würden sich die Dinge ändern. Als die ägyptische Revolution im Januar 2011 ausbrach, hat die Islamische Republik mit seinem Lob nicht gezögert und sofort auf die Parallelen zur eigenen islamischen Revolution 1979 verwiesen.
Trotz der Unterschiede beider Länder, sagen Experten voraus, dass Ägypten zu einer sunnitischen Version des Iran werden könnte.
Quelle: IH online
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