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Donnerstag, 11. Februar 2016

Eine Reise durch das alte Syrien





Das Raunen und Tuscheln der Wüste:
Eine Reise durch das alte Syrien

Gebundene Ausgabe – von Susanne Gretter (Herausgeber), Gertrude Bell (Autor), Ebba D. Drolshagen (Übersetzer)
Gertrude Bell, geboren 1868 in Washington bei Newcastle, war Historikerin, Archäologin, Sprachwissenschaftlerin, Übersetzerin, Politikerin und Spionin – und eine großartige Schriftstellerin. Als Tochter des Stahlmagnaten und liberalen Politikers Thomas Hugh Bell in eine der reichsten britischen Familien geboren, schloss sie 19-jährig in Oxford ihr Studium der Neueren Geschichte ab: mit Bravour, aber ohne Titel – der stand in England bis 1920 Frauen nicht zu. 

Sie lernte Arabisch, Persisch und Türkisch und begann ab 1892 den Orient zu bereisen. Von 1915 bis 1925 hatte die „Königin der Wüste“ als Beraterin von Winston Churchill eine Schlüsselrolle in der Neuordnung des gesamten Nahen Ostens inne. Über ihre Reisen nach Persien, Syrien, Ira und Palästina schrieb sie zahlreiche und sehr erfolgreiche Bücher. Sie starb mit 58 Jahren in Bagdad.

Susanne Gretter studierte Anglistik, Romanistik und Politische
Wissenschaft in Tübingen und Berlin. Sie lebt und arbeitet als Verlagslektorin in Berlin. 

Ebba D. Drolshagen hat in Frankfurt/Main, Chicago und Oslo studiert und seither zahlreiche Romane und Sachbücher aus dem Englischen und Norwegischen u_bersetzt. Daneben ist sie Autorin mehrerer Sachbücher, darunter „Wie man sich allein auf See einen Zahn zieht“ (Corso 2015) und „Gebrauchsanweisung für Norwegen“ (Piper 2014).


Als Gertrude Bell im Januar 1905 zu einer ihrer Reisen in den Nahen Osten aufbrach, wollte sie dort vor allem byzantinische und römische Ruinen studieren. Wie sich später herausstellen sollte, traf sie damit die Vorbereitungen für ihre spätere Mission als Beraterin der englischen Regierung, bei der es um die Neuaufteilung des Nahen Ostens ging. Mit ihrer Karawane und einigen wenigen einheimischen Bediensteten drang sie in den Wüsten und Bergen Syriens, Palästinas und des Libanon in Gebiete vor, die vor ihr noch kaum ein Europäer, geschweige denn eine Frau betreten hatte. 


Selbstbewusst suchte sie den Kontakt zu Scheichs und Stammesführern, unter deren Schutz es ihr gelang, zwischen den rivalisierenden Stämmen hin und her zu reisen. Sie lauschte den Geschichten von Scharfhirten, saß mit Soldaten am Lagerfeuer, in den schwarzen Zelten der Beduinen und den Besuchszimmern der Drusen. 
Sie überschritt geographische und soziale Grenzen, setzte Konventionen außer Kraft, denn „die englischen Frauen sind sonderbar. Auf der einen Seite sind sie vermutlich die größten Sklavinnen der Konventionalität. Wenn sie aber einmal damit gebrochen haben, dann richtig, als wollten sie sich rächen.“
 – So stand es 1907 in einer Rezension dieses Buches in der New York Times.






Gertrude Margaret Lowthian Bell 
(* 14. Juli 1868 in Washington Hall, County Durham; † 12. Juli 1926 in Bagdad) war eine britische Forschungsreisende, Historikerin, Schriftstellerin, Archäologin, Alpinistin, politische Beraterin und Angehörige des Secret Intelligence Service im Ersten Weltkrieg.
Aufgrund ihrer auf einer Reihe von Reisen gewonnenen Kenntnisse des Nahen Ostens spielte sie ebenso wie der als Lawrence von Arabien bekannt gewordene Thomas Edward Lawrence während des Ersten Weltkriegs und danach eine große Rolle in der politischen Neuordnung dieser Region.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gertrude_Bell



Sonntag, 12. August 2012

Warum schweigt Israel zum arabischen Frühling?

Quelle: ILI News


Naher Osten - Middle East - POLITIK:
Warum schweigt Israel zum arabischen Frühling? 



Obwohl israelische Medien stündlich und mit vielen Details über die Vorgänge in der arabischen Welt berichten, schweigen israelische Politiker eisern.

Israel wurde vorgeworfen, nicht für die nach Freiheit und Demokratie in Ägypten strebenden Demonstranten Partei ergriffen zu haben und auch nicht der Opposition in Syrien zu helfen.


Das Schweigen erwies sich als goldrichtig - aus israelischer Perspektive. Heute kann Israel mit den islamistischen Wahlsiegern in Kairo kooperieren, weil es nicht eindeutig Partei ergriffen hat für oder gegen Mubarak oder die Demonstranten.

In Syrien sind die Verhältnisse noch undurchsichtiger. Der Staat Israel wird sich notgedrungen auch mit den künftigen Herrschern in Damaskus arrangieren müssen, gleichgültig wer aus dem Machtkampf hervorgeht.


Deshalb kann es sich Israel auch nicht leisten, Menschenrechtsverletzungen in der arabischen Welt anzuprangern, was in der Welt inzwischen eine beliebte Methode ist, politische Feinde zu verunglimpfen, während man bei Freunden oft nicht so genau hinschaut.



Quelle: ILI News
Naher Osten - Middle East - POLITIK 





Freitag, 3. August 2012

Syrien: Endspiel





Syrien Endspiel
Heft Nr. 70
Jahrgang 18, Sommer 2012,
64 Seiten
30. Juni 2012

Gastkommentar
Der politische Masterplan des Militärs
Von Heiko Flottau

Syrien Endspiel
Abd al-Rahman al-Kawakibi im Spiegel der syrischen Aufstände
Von Jens Heibach & Inana Othman
Das Leben eines freien Hundes sei besser als das Leben eines Löwen in Ketten, schrieb ‘Abd al-Rahman al-Kawakibi vor über hundert Jahren, vielleicht mit etwas zu viel Pathos für unseren heutigen Geschmack.

Dass aber nachfolgende Generationen von Syrern vor allem damit beschäftigt sein sollten, den Löwen (arab. asad) in Ketten zu legen, konnte der gebürtige Aleppiner beim Verfassen dieser Zeilen natürlich nicht ahnen.
Die syrischen Protestierenden jedenfalls nehmen ihm diese aus der Retrospektive leicht missverständliche Formulierung nicht übel. Im Gegenteil, Kawakibi steht in Syrien wieder hoch im Kurs.
Er ist einer der Intellektuellen, über dessen Schriften gerade in diesen Tagen diskutiert wird. Dies zeigt allein ein Blick ins Internet. Auf zahlreichen Foren werden seine Werke gepostet und besprochen, revolutionäre Webpräsenzen berufen sich auf ihn.


Was ist Despotie?
Von Abd al-Rahman al-Kawakibi
Das angebliche „Projekt Alawitenstaat” in Syrien
Von Abdallah Hanna
„Wir sind zur Hoffnung verdammt“ (Sadallah Wanus)
Hafez al-Asads Überlebensstrategie: Repression
Anmerkungen zu den syrischen Aufständen
Von Omar S. Dahi
Dardari: Der Trojaner des neoliberalen Syrien
Von Ghadi Francis
Die islamischen Stützen der säkularen Diktatur
Von Mona Sarkis
Mächtige Muslimbrüder?
Von Mona Sarkis
Die Opposition als Bürde der Revolution
Von Hazem Nahar
Opposition gegen die syrische Opposition - gegen den SNC
Von As'ad AbuKhalil
Dialog oder Tod?
Von Radwan Mortada
Hizbullahs subtiler Schwenk im Syrien-Konflikt
Von Nicholas Noe
Warum Hizbullah das Asad-Regime unterstützt
Von Amal Saad-Ghorayeb