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Mittwoch, 17. Februar 2016

Ein Überblick: Islamische Kultur und Geschichte





Islamische Kultur und Geschichte 
Ein Überblick
Peter Ortag


Fast täglich tauchen Schlagworte wie Islam oder Islamismus in den Nachrichten auf. Meist unter negativen Vorzeichen, denn in den dazugehörigen Meldungen geht es fast immer um Terror, Anschläge, Krieg, Ausschreitungen, Rückständigkeit oder Menschenrechtsverletzungen. 

Die Trennung dieser politischen Themen von religiösen Hintergründen fällt umso schwerer, da der Islam nicht zwischen weltlichen und religiösen Dingen unterscheidet. Für den Außenstehenden ist es deshalb schwer, ein differenziertes und objektives Bild vom Islam zu gewinnen.


Der Islam ist die jüngste der drei monotheistischen Weltreligion. Doch im Gegensatz zum modernen Christentum und der jüdischen Religion fordert der Islam bis heute nicht nur die geistige, sondern auch die weltliche Unterordnung.
Schon in dieser Zeit und in dieser Welt soll das Reich Gottes erschaffen werden, sollen möglichst viele Völker im „Dar al-Islam“, dem „Land des Islam“, leben. Die anderen Menschen freilich verharren noch unbefreit im „Dar al-harb“, dem „Land des Krieges“. 


Mohammed, Prophet und Stifter des Islam, trat in der tiefen Überzeugung auf, die Menschheit endlich auf den rechten Weg zu führen. Er wollte das Werk, das vor ihm Abraham, Mose und Jesus begonnen hatten, erfolgreich zu Ende bringen.


Es ist Zeit, mehr zu erfahren über diese Religion – jenseits von mehr oder weniger begründeten Ängsten, aber auch von verklärender Orient- und Multikulti-Romantik.

Die Entwicklung dieses Glaubens ist eingebettet in eine sich stark verzweigende Historie. Auf diese wird in gebotener Knappheit hingewiesen, vor allem, um aktuelle Ereignisse transparenter zu machen.
Ziel ist es, durch Wissen mehr Gelassenheit im Umgang mit dem Islam zu erreichen. Und neuen Mut zu machen, vorurteilsfrei und offen mit den Trägern dieser Religion umzugehen.

Peter Ortag
 


siehe weiters auch auf
http://www.politische-bildung-brandenburg.de/sites/default/files/downloads/islamische_kultur.pdf

Freitag, 3. August 2012

Zeitgenössische arabische Literatur



Zeitgenössische arabische Literatur
Inamo - Sonderheft III

Autorinnen und Autoren:
Edwar al-Kharrat, Zakariya Tamer, Huda Barakat, Walid Mi´mari, Miloudi Chaghmoum, Khairy al-Dhahabi, Ahmed al-Aidy, Haytham el-Wardany, Arwa Abduh Uthman, Adania Shibli, Saadallah Wannus, Mahmoud Darwisch, Girgis Shoukry, Saadi Yussef, Adlène Meddi



Die hier versammelten Beiträge sind autonome Stimmen zeitgenössischer arabischsprachiger Autorinnen und Autoren. In ihren Texten drückt sich das Selbstbewusstsein von Menschen aus, die eingebettet in ihren jeweiligen Alltag, den Widersprüchlichkeiten ihrer Gesellschaften mit ihren arabischen, islamischen und globalisierten Identitäten und deren Infragestellungen begegnen.

Die Konfliktlinien, die sich im Leben jeder einzelnen und jedes einzelnen treffen, zwingen Menschen des Nahen und Mittleren Ostens und eben besonders ihre Intellektuellen, sich neu zu positionieren, sich zu artikulieren und zu übersetzen, kurz: sich ihrer selbst zu vergewissern. So erzählen die hier zusammengetragenen Texte von Sehnsüchten und Einsamkeiten, von Brüchen und Kontinuitäten, von Traditionen und von Modernen, von Erinnerungen und Träumen, aber vor allem von einem ungebrochenen Lebensmut angesichts einer desolaten sozialen und politischen Lage in den Staaten des Nahen und Mittleren Ostens.

Wir haben diese Texte als Beispiele einer zeitgenössischen arabischsprachigen Literatur in der Hoffnung ausgewählt, dass sich das deutschsprachige Publikum in ihnen wiedererkennt ohne das Andersartige in ihnen als das Fremde wahrnehmen zu müssen. Das Trennende im Fremden, das »Befremdliche« zu überwinden ist ein Wert an sich; ein Aufeinanderzugehen, ein Miteinanderreden, ein Dialog ist heute dingender denn je!