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Mittwoch, 15. Oktober 2014

Arykanda


Die Ruinen der antiken Stadt Arykanda liegen ca. 35 km landeinwärts von der Küstenstadt Finike entfernt. Biegen Sie in Finike von der Küstenstraße D400, Richtung Elmalı, auf die Nationalstraße D635 ab. Die Straße ist seit 2006 / 2007 hervorragend ausgebaut. 

Am nördlichen Ende des Dorfes Arif, an einem kleinen Wasserfall,  führt rechts im spitzen Winkel die ca. 1,5 km lange Zufahrtsstraße zu den Bergterrassen der Ruinenstadt. Die Straße ist mit einem normalen PKW gut zu befahren.



Das Ruinenfeld ist eingebettet in die atemberaubende Bergwelt des Taurusgebirges. Die Stadt liegt auf kleinen Plateaus inmitten eines Steilhanges. Das Massiv des Şahinkaya schützt die Stadt von der Bergseite. Wegen dieser einzigartigen Lage war die Stadt bereits in der Antike berühmt. Auch heute, weit über 2000 Jahre später, lohnt die Besichtigung der Ruinen von Arykander schon allein wegen der herrlichen Aussicht.



























Die Stadt wurde vermutlich bereits im 6. Jh. v. Chr. gegründet. Münzfunde aus dem 5. Jh. v. Chr. belegen eine lange Stadtgeschichte, jedoch taucht der Name der Stadt erst in schriftlicher Form im 2. Jh. v. Chr. als Mitglied des Lykischen Bundes auf. Wie Limyra gehörte Arykanda ab 43 n. Chr. zur römischen Provinz Lycia et Pamphilia. Aus der römischen Epoche stammen auch die Meisten der heute noch erhaltenen Bauwerke. Es ist überliefert, dass die Arykander einen denkbar schlechten Ruf hatten. Sie galten als vergnügungs- und verschwendungssüchtig und waren in der Mehrzahl hoch verschuldet.
Das Christentum fand früh Anhänger in der Stadt, diese blieben aber auch vor der Christenverfolgung im 3. Jh. nicht verschont.  In byzantinischer Zeit wurde Arykanda Bischofssitz. Die Stadt blieb bis zum 11. Jahrhundert besiedelt. Warum die Stadt dann letztendlich aufgegeben wurde ist nicht überliefert.




Auf der höchsten ausgegrabenen Terrasse befindet sich das Stadion, das mit 170 m Länge deutlich kleinere Maße als die üblichen römischen Anlagen hat. Sitzplätze für die Zuschauer gibt es nur an der Bergseite des Stadions. Auf gleicher Höhe, etwa 300 m westlich des Stadions, liegen die Ruinen des Buleuterions, einer Stoa, mehrerer Geschäfte und einer Zisterne.
Unterhalb des Stadions sind die 20 Sitzreihen des gut erhaltenen Theaters im Mittelteil direkt in den Berg gehauen, und nur die Seitenflügel sind aufgebaut. Auf einer tieferen Ebene liegt das ursprünglich mit Marmor verkleidete Odeon und davor, etwas tiefer, die Agora. Auf der nächsttieferen Ebene liegt die Nekropole mit Grabstätten, die zum Teil im Stil von Tempeln errichtet sind. Das Gymnasion und die Thermen befinden sich unterhalb der Nekropole.










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