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Dienstag, 5. Februar 2013

Rumi



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  1. Maulana Dschalal al-Din Mohammad Rumi war ein persischer Dichter, Mystiker und Derwisch. Geboren wurde Rumi am 30. September 1207 in Balch, einer Stadt in der mittelalterlichen Provinz Chorasan und heute zu Afghanistan gehörend. Von seinen Anhängern als Maulana bezeichnet, gehört Rumi zu den bekanntesten Mystikern, seine Werke zu den einflussreichsten der persischen Literatur. Maulana stammt aus dem Arabischen und bedeutet soviel wie "unser Meister". Der Name Rumi leitet sich von den Rum-Seldschuken ab, die zu seiner Zeit Gebiete in der heutigen Türkei und seinen späteren Aufenthaltsort Konya regierten (Rum von Römer/Byzantiner).

    Rumi wurde als Sohn des angesehenen Derwisch und Juristen Baha al-Din Walad und Mu'mineh, angeblich die Tochter von Schah Mohammad von Choresm, geboren. Noch bevor die Mongolen über Balch herfielen, flüchtete Rumis Familie durch Persien in Richtung Mekka nach Arabien. Auf dem Weg dorthin trafen sie unter anderem auch den persischen Poeten Attar in der Stadt Nischapur. Nach der Pilgerfahrt in Mekka ging es nach Anatolien in die Stadt Konya, in der heutigen Türkei liegend. Rumis Vater, dessen Werke und Lehren vom seldschukischen Sultan Kai Kobad I. geschätzt wurden, lehrte an einer islamischen Schule, genannt Madrese. Auch Rumi wurde in einer Madrese unterrichtet, nach dem Tod seines Vaters 1231 übernahm er seinen Lehrposten. In den folgenden Jahren stieg Rumis Einfluss und er wurde als Gelehrter islamischer Mystik und als Dichter sehr geschätzt. Der heutige Derwisch-Orden Molāviye ist nach ihm benannt.

    Die größten Werke Rumis entstanden aber erst nach 1244, als Rumi den persischen Mystiker Schams-e Tabrizi in Konya kennenlernte, er sollte ihn wie kein anderer beeinflussen. Rumi und Schams wurden enge Freunde, ihre spirituelle Verbundenheit wurde immer stärker. Nach einigen Jahren musste Schams Konya jedoch verlassen, die Bürger der Stadt sollen die enge und sprituelle Freundschaft argwöhnisch beäugt haben. Manche Quellen sprechen auch von einer Ermordung Schams'. Rumi beklagt den Verlust seines engen Freundes in vielen seiner Gedichte und widmet Schams unter anderem den "Divan-e Schams-e Tabrizi". Viele Jahre verbringt Rumi damit seinen Freund wiederzufinden, doch ihm sollte dieses Glück bis zu seinem Tod verwehrt bleiben. Am 17. Dezember 1273 stirbt Rumi in Konya, wo er beigesetzt und zu seinen Ehren ein Mausoleum errichtet wird. Das Mausoleum von Rumi ist ein wichter Treffpunkt des Derwisch-Ordens der Maulanas.


    Rumi zählt zu den bekanntesten persischen Dichtern in westlichen Ländern, insbesondere in den USA. Sein Masnavi mit über 25000 Versen gehört zu den beeindruckendsten und größten Werken der persischen Literatur, es wird überdies auch als Koran in persischer Sprache bezeichnet. In sehr vielen seiner Gedichten beklagt er immer wieder den Verlust seines Freundes Schams-e Tabrizi. Seine zahlreichen Gedichte nach dem Verschwinden von Schams bis zum Tod Rumis bilden später den "Divan-e Shams-e Tabrizi", der mit 35000 Versen und einer stark emotionalen und spirituellen Sprache als Gipfel der maulanischen Dichtung gezählt wird.

    Quellen: Nirupars
    nirupars.com

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