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Montag, 1. Februar 2016

Die Dynastie der Safawiden






Die Dynastie der Safawiden und die Verstaatlichung der Zwölferschia im persischen Reich
Taschenbuch – von Marcel Jökale  (Autor)


Die Safawiden (persisch Ṣafawīyānaserbaidschanisch: Səfəvilər) waren eine aus Ardabil stammende Fürstendynastie in Persien, die von 1501–1722 regierte und den schiitischen Islam als Staatsreligion etablierte.

Die Epoche der Safawiden hatte fundamentale Folgen für das heutige islamische Staatswesen. Unter Ismail I. gelang nicht nur ein Zusammenschluss mehrheitlich iranisch bevölkerter Gebiete und Landstriche, sondern es wurde auch der Keim zu einem persischen „Nationalbewusstsein“ gelegt und damit die Grundlage für den heutigen iranischen Staat geschaffen.
Die Safawiden bekehrten große Bevölkerungsteile mit Gewalt zu einem gemäßigten Schiismus, der sich von den in den Nachbarstaaten herrschenden Sunniten abgrenzte.

Die Safawiden standen in einem fortwährenden Konflikt mit dem Osmanischen Reich im Westen. Im Nordosten bestanden Konflikte mit den Usbeken der Dschaniden-Dynastie. Intensive Streitigkeiten wurden zeitgleich im Osten um das heutige Afghanistan ausgefochten. Widersacher waren hier die einflussreichen indischen Großmoguln. Die Auseinandersetzungen erforderten zunehmend eine artikulierte innere Stärke des persischen Bewusstseins.



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