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Montag, 9. Juli 2012

Kommen sich Ägypten und der Iran näher?

Quelle: IH online

Naher Osten - Middle East - POLITIK:
Kommen sich Ägypten und der Iran näher?


Ali Akbar Salehi, Teherans Außenminister, gab bekannt, der Iran sei gewillt, die wechselseitigen Beziehungen zu Ägypten aufzubauen, die Botschaften wieder zu eröffnen und die Botschafter auszutauschen. 



Die Islamische Republik löste die formellen Beziehungen mit Ägypten, nachdem Kairo 1979 den Friedensvertrag mit Jerusalem besiegelte.
Der Iran störte sich auch an der Entscheidung Ägyptens, dem entmachteten Schah politisches Asyl zu gewähren.
Auch Kairos Unterstützung für Saddam Hussein während des Irakkrieges, als Ägypten geschätzte fünf Milliarden US-Dollar (umgerechnet über vier Milliarden Euro) sowie Panzer, Sowjetische Scud-B-Raketen und anderer Munition sponsorte.
Die Tatsache, dass Ägypten Hilfe aus den USA bekam (jährlich schätzungsweise zwei Milliarden US-Dollar) hat die Spannungen noch verstärkt. Iranische Beamte betitelten Ägypten wiederholt als „Marionette des Westens“. 


Das Mubarak Regime hat das Nuklearprogramm des Irans lange mit Misstrauen betrachtet, sowie auch die Unterstützung verschiedener terroristischer Organisationen (wie Hamas und Hisbollah), die die Sicherheit in der Region gefährden.
Ägypten, Zentrum der sunnitisch-islamischen Lehre (Al-Azhar-Moschee und Universität), sieht sich selbst als den Anführer der muslimischen Welt - ein Status, den der schiitisch-dominierte Iran zu schwächen versucht. 


Nun scheint es, als würden sich die Dinge ändern. Als die ägyptische Revolution im Januar 2011 ausbrach, hat die Islamische Republik mit seinem Lob nicht gezögert und sofort auf die Parallelen zur eigenen islamischen Revolution 1979 verwiesen.

Trotz der Unterschiede beider Länder, sagen Experten voraus, dass Ägypten zu einer sunnitischen Version des Iran werden könnte. 



Quelle: IH online

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